17. Juni 1953
Creator: doglobe
Deployed: YES
Deployed On: Jan 07, 2012
Location: N/A
First to Capture: JackSparrow
Last Capture: Apr 12, 2012
Number of Captures: 8
Decimal: 52.42169 13.19854
Degrees: 52° 25.301 13° 11.912
Ein Mahnmal für den 17. Juni 1953 mitten im Autobahn-Kleeblatt
Eine recht unbekannte, aber auch umstrittene Gedenkstätte befindet sich auf dem tristen Mittelstreifen der B1 in Höhe des Autobahnkreuzes Zehlendorf. Seit dem 25. Juni 1953 erinnert ein Holzkreuz an den Arbeiteraufstand in der DDR am 17. Juni 1953. Warum aber in Zehlendorf und ausgerechnet an dieser exponierten Stelle?
Der Mittelstreifen der Potsdamer Chaussee wurde schon vor dem 17. Juni 1953 zu einem Politikum. Seit 1945 befand sich dort ein sowjetischer T-34 Panzer, als Erinnerung der Sowjets an die Einnahme Berlins. Am 11. Juni 1953 begannen die Sowjets mit der Renovierung dieses Panzerdenkmals. Dazu wurden Arbeiter aus Ost-Berlin vom "VEB Ausbau" nach Zehlendorf gebracht. Das Denkmal war mit einem Drahtkäfig umgeben, in dem sich die Arbeiter unter der Aufsicht amerikanischer Militärpolizei und West-Berliner Polizisten bewegten. Die Reparaturen sollten 14 Tage dauern. Panzer des Typs T-34 waren in Ost-Berlin nur wenige Tage später zur Niederschlagung des Aufstandes in der DDR eingesetzt worden. Nach Ende der Reparatur des Panzerdenkmals stellten Berliner Jugendliche und Teilnehmer des 17. Juni direkt vor dem Panzerrohr das christliche Symbol auf.
Aber nicht nur den deutschen Opfern wird seitdem an dieser Stelle gedacht. Gegenüber dem Kreuz erinnert seit 1954 ein Stein an Angehörige der sowjetischen Armee, die wegen der Weigerung am 17. Juni auf streikende Arbeiter zu schießen, hingerichtet wurden. So jedenfalls die Inschrift des Steins. Das Panzerdenkmal selbst wurde 1955 an der B1 demontiert und außerhalb Berlin auf Kleinmachnower Gebiet neu aufgestellt. Bis 1990 "begrüßte" der T-34 Panzer die Transitreisenden am Kontrollpunkt Dreilinden. In der Wendezeit wurde dann ein landwirtschaftliches Gerät auf den Sockel gesetzt, nachdem die abrückenden Truppen der Roten Armee ihren Panzer endgültig wieder mit nach Hause genommen hatten.
Eine recht unbekannte, aber auch umstrittene Gedenkstätte befindet sich auf dem tristen Mittelstreifen der B1 in Höhe des Autobahnkreuzes Zehlendorf. Seit dem 25. Juni 1953 erinnert ein Holzkreuz an den Arbeiteraufstand in der DDR am 17. Juni 1953. Warum aber in Zehlendorf und ausgerechnet an dieser exponierten Stelle?
Der Mittelstreifen der Potsdamer Chaussee wurde schon vor dem 17. Juni 1953 zu einem Politikum. Seit 1945 befand sich dort ein sowjetischer T-34 Panzer, als Erinnerung der Sowjets an die Einnahme Berlins. Am 11. Juni 1953 begannen die Sowjets mit der Renovierung dieses Panzerdenkmals. Dazu wurden Arbeiter aus Ost-Berlin vom "VEB Ausbau" nach Zehlendorf gebracht. Das Denkmal war mit einem Drahtkäfig umgeben, in dem sich die Arbeiter unter der Aufsicht amerikanischer Militärpolizei und West-Berliner Polizisten bewegten. Die Reparaturen sollten 14 Tage dauern. Panzer des Typs T-34 waren in Ost-Berlin nur wenige Tage später zur Niederschlagung des Aufstandes in der DDR eingesetzt worden. Nach Ende der Reparatur des Panzerdenkmals stellten Berliner Jugendliche und Teilnehmer des 17. Juni direkt vor dem Panzerrohr das christliche Symbol auf.
Aber nicht nur den deutschen Opfern wird seitdem an dieser Stelle gedacht. Gegenüber dem Kreuz erinnert seit 1954 ein Stein an Angehörige der sowjetischen Armee, die wegen der Weigerung am 17. Juni auf streikende Arbeiter zu schießen, hingerichtet wurden. So jedenfalls die Inschrift des Steins. Das Panzerdenkmal selbst wurde 1955 an der B1 demontiert und außerhalb Berlin auf Kleinmachnower Gebiet neu aufgestellt. Bis 1990 "begrüßte" der T-34 Panzer die Transitreisenden am Kontrollpunkt Dreilinden. In der Wendezeit wurde dann ein landwirtschaftliches Gerät auf den Sockel gesetzt, nachdem die abrückenden Truppen der Roten Armee ihren Panzer endgültig wieder mit nach Hause genommen hatten.
