Kieler Schoss

  • Creator: Stramon
  • Deployed: YES
  • Deployed On: Sep 17, 2011

  • Location: N/A
  • First to Capture: Hiro
  • Last Capture: Jan 11, 2013
  • Number of Captures: 28

  • Decimal: 54.3242 10.14303
  • Degrees: 54° 19.452 10° 8.582

In der ersten Haelfte des 13. Jahrhunderts lie Adolf IV. von Schauenburg und Holstein eine Burg in der Holstenstadt tom Kyle - dem spaeteren Kiel - erbauen.

Ueber die Gestalt dieser ersten Burg, die 1502 nieder gerissen wurde, gibt es kaum Ueberlieferungen.
An Stelle der Festung errichtete Friedrich I. bis 1512 einen Neubau, der als "Neues Haus" bezeichnet wurde und den Adolf I. knapp fuenfzig Jahre spaeter betraechtlich erweiterte.
Das Schloss wurde von 1558 bis 1568 zu einem aufwendigen Renaissancesitz ausgebaut, dem "Neuen Haus" wurde nun ein Bau von der Form eines groen Quader entgegen gestellt.Das Gebude besa vier nebeneinander liegende Einzeldaecher und entsprach damit dem in der holsteinischen Schloss- und Gutsarchitektur haeufig anzutreffenden Mehrfachhaus, wie man es z. B. auch heute noch in den Schloessern Ahrensburg und Gluecksburg vorfindet.
Der Quader war mit einem Kranz von zwoelf Ziergiebeln umgeben, je vier auf den Stirnseiten der Daecher und je zwei auf den Schmalseiten des Baus. Zwei schlanke Treppentuerme schmckten die Hofseite, ein weiterer Gebaeudetrakt verband die beiden Schlossteile. Im Inneren fanden zahlreiche Gewoelbte Saele und Kabinette sowie die praechtig ausgestattete Schlosskapelle ihren Platz. Nach Beendigung der Bauarbeiten hatten die gesamten Schlossgebaeude einen dreifluegeligen, c-frmigen Grundriss, der auch heute noch nachempfunden werden kann.
1685 strzte der aeltere, unter Friedrich I. erbaute Fluegel ein und wurde von 1695 bis 1697 im Auftrage Friederike Amalies, der Frau Herzog Christian Albrechts, durch einen Neubau, den heutigen Rantzaufluegel, ersetzt. Baumeister war hierbei Domenico Pelli. Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich das Schloss in einem schlechten Zustand und wurde auf Veranlassung Katharina II., die nicht nur Zarin von Russland, sondern auch Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf war, umgebaut. Die geschmueckten Renaissancegiebel samt der Einzeldaecher wurden entfernt und stattdessen wurde 1763 durch Ernst Georg Sonnin ein maechtiges Mansardendach auf das Hauptgebaeude gesetzt, dessen optische Wirkung dadurch vollstaendig veraendert wurde. Auch an den Innenraeumen nahm Sonnin diverse Veraenderungen vor.
1838 vernichtete ein Brand weite Teile des Gebaeudes und der Schlosskapelle, die daraufhin bescheidener erneuert wurden. Das Schloss erlitt im Zweiten Weltkrieg starke Zerstoerungen und brannte nach einem Angriff am 04. Januar 1944 bis auf die Grundmauern aus.

In der Nachkriegszeit wurden die Reste des Schlosses abgetragen und bis auf den Rantzaufluegel und Teile eines Turmes durch einen modernen Neubau ersetzt.
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