2039 - Der Heidenberg

  • Creator: ReMiKu
  • Deployed: YES
  • Deployed On: Feb 27, 2012

  • Location: N/A
  • First to Capture: bonnfoto
  • Last Capture: May 09, 2013
  • Number of Captures: 6

  • Decimal: 50.85997 6.95596
  • Degrees: 50° 51.598 6° 57.358

Munzeeserie: Weitere 111 Kölner Orte die man gesehen haben muss (Band 2)
(frei nach dem gleichnamigen Buch von Bernd Imgrund, erschienen im emons: Verlag)

2039 - Der Heidenberg
Ein Hügel am Ur-Rhein

Immendorf liegt an einem alten Arm des Ur-Rheins. Man sagt, dass sich die Stromrinnen noch bis in die 1920er Jahre hinein mit Wasser füllten, wenn der Fluss entsprechendes Hochwasser trug. Von Meschenich oder Rondorf kommend fällt jedoch auch sofort auf, was diesen Flecken schon vor Jahrtausenden für Siedler attraktiv machte: eine Erhebung, rund dreizehn Meter über Normalniveau. Wo sich heute Kiesgruben ausbreiten, lagen früher sumpfige Wälder - ein trockener Ort mit weiter Aussicht war da natürlich Gold wert.
Heutzutage steht auf diesem Hügel die Immendorfer Kirche. Dass er den Namen Heidenberg trägt, verwundert nur im ersten Moment. Auch die Kelten und später die Germanen haben wohl an diesem besonderen Ort in irgendeiner Form ihrer Religion gefrönt. Möglicherweise ragte hier einst ein großer, kultisch verehrter Baum auf. Wenn die christlichen Missionare später genau hierhin ihr Gotteshaus setzten, dann stand dahinter eine Machtdemonstration zur Bekehrung der »Heiden«. Erste Zeugnisse eines Gotteshauses stammen aus dem Jahr 948, frühromanische Fundamente wurden bei einer Generalrenovierung 1966/67 freigelegt.
Für Kölner Verhältnisse ist der Heidenberg wirklich recht imposant. Man besteigt ihn über einen serpentinenartigen Weg, beinahe muss man sich am Geländer hochziehen. Oben angekommen, genießt man einen hübschen Rundblick auf diesen idyllischen Stadtteil, der mehr als jeder andere hier im Süden ein Dorf gebheben ist. Der kleine Friedhof wartet mit einigen Grabsteinen aus dem 18. Jahrhundert auf, verziert mit Totenkopf und gekreuzten Knochen. Ein Ort der Ruhe ist auch die dem heiligen Servatius gewidmete Kirche, vor allem jener Vorraum des nordwestlichen Eingangs, der zu einer kleinen Kapelle gestaltet wurde. Ein Stuhl, eine hölzerne Pietä und die Möglichkeit, den Vorhang zu schließen, schaffen einen idealen Ort für eine kleine innere Einkehr.


Hinweis: Stromkasten

Achtung: Es handelt sich "nur" um einen QR Code mit dem Munzee Symbol in der Mitte (ohne die Werbung).

Adresse: Immendorfer Hauptstraße
ÖPNV: Bus 135, Haltestelle Zaunhof
Öffnungszeiten: Vor und nach den Gottesdiensten, die abwechselnd Sa 18.30 Uhr und So 11 Uhr stattfinden


Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss Band 2" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).


Bitte beachtet das nicht jeder der Orte frei zugänglich ist. Der Munzee ist also nicht immer an dem tatsächlichen Ort, aber zumindest
nahe dran am Ziel ;)

Die Nummerierung der Orte entspricht der Reihenfolge im Buch. Hinzu kommt noch eine führende 2 für Band 2. Die andere Serie wird daher umgenannt in
1 (+3 stellige Nummer).

Viel Spaß beim entdecken der Orte.

ReMiKu
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