2048 - Der Kölsche Boor
Creator: ReMiKu
Deployed: YES
Deployed On: Feb 05, 2012
Location: N/A
First to Capture: sonnesatt
Last Capture: Apr 06, 2013
Number of Captures: 20
Decimal: 50.94879 6.95692
Degrees: 50° 56.927 6° 57.415
Munzeeserie: Weitere 111 Kölner Orte die man gesehen haben muss (Band 2)
(frei nach dem gleichnamigen Buch von Bernd Imgrund, erschienen im emons: Verlag)
2048 - Der Kölsche Boor
Ein Landwirt als Stadtheld
Überlebensgroß kommt er daher, kräftig und stolz. Der leichte Knick in der Hüfte verleiht ihm sogar noch eine gewisse Lässigkeit, und auch der Wappenschild in der Linken und die Stadtschlüssel am rechten Arm scheinen auszudrücken: Hier steht ein edler Held. Aber dann blickt man genauer hin und entdeckt, dass dieses lange Ding in seiner Rechten keineswegs eine Lanze oder ein Schwert ist, sondern ein schnöder Dreschflegel. Ergo: Der Mann ist weder König noch Ritter, weder Edelmann noch General, sondern ein ganz einfacher Bauer.
Es mutet skurril an, dass man in einer Metropole wie Köln ausgerechnet einen Landwirt als städtischen Heroen verehrt. Aber es existieren historische Wurzeln. Im Heiligen Römischen Reich des Mittelalters zählte Köln nämlich neben Regensburg, Konstanz und Salzburg zu den Bauernstätten des Verbundes. Einen Schub bekam das Image des Boors insbesondere durch die berühmte Schlacht von Worringen, die Köln ein Stück weit der Macht der Erzbischöfe entzog. Städtische Interessen spielten bei diesem Konflikt zwar eine ebenso untergeordnete Rolle wie das kölnische Heer; aber dieses bestand nun einmal in der Hauptsache aus einfachen Bauern, und der für Köln glückliche Ausgang des Kampfes glorifizierte ihre Teilnahme maßgeblich.
Im Grunde bildet der Kölsche Boor den Gegenentwurf zum anderen Kölner Helden, zu Jan von Werth. Auch dieser begann in jungen Jahren als einfacher Landarbeiter. Aber während von Werth über die Soldatenlaufbahn einen gesellschaftlichen Aufstieg sondergleichen hinlegte, steht der Kölsche Boor für Bodenständigkeit und Schollenverhaftung. Und wie es in Köln nun einmal üblich ist, fanden beide Figuren Eingang in den Karneval. Seit 1823, dem Beginn des neuzeitlichen Fasteleers, bildet der Boor gemeinsam mit Prinz und Jungfrau das närrische Trifolium, nach von Werth ist eine Karnevalsgesellschaft benannt.
Hinweis:Hinter Werktags von 7 - 18 Uhr, gegenüber der Kneipe
Achtung: Der Munzee ist nur der QR Code (ohne Werbung) !
Adresse: Eigelstein (Kneipe representativ)
ÖPNV: siehe Ebertplatz
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss Band 2" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
Bitte beachtet das nicht jeder der Orte frei zugänglich ist. Der Munzee ist also nicht immer an dem tatsächlichen Ort, aber zumindest
nahe dran am Ziel ;)
Die Nummerierung der Orte entspricht der Reihenfolge im Buch. Hinzu kommt noch eine führende 2 für Band 2. Die andere Serie wird daher umgenannt in
1 (+3 stellige Nummer).
Viel Spaß beim entdecken der Orte.
ReMiKu
(frei nach dem gleichnamigen Buch von Bernd Imgrund, erschienen im emons: Verlag)
2048 - Der Kölsche Boor
Ein Landwirt als Stadtheld
Überlebensgroß kommt er daher, kräftig und stolz. Der leichte Knick in der Hüfte verleiht ihm sogar noch eine gewisse Lässigkeit, und auch der Wappenschild in der Linken und die Stadtschlüssel am rechten Arm scheinen auszudrücken: Hier steht ein edler Held. Aber dann blickt man genauer hin und entdeckt, dass dieses lange Ding in seiner Rechten keineswegs eine Lanze oder ein Schwert ist, sondern ein schnöder Dreschflegel. Ergo: Der Mann ist weder König noch Ritter, weder Edelmann noch General, sondern ein ganz einfacher Bauer.
Es mutet skurril an, dass man in einer Metropole wie Köln ausgerechnet einen Landwirt als städtischen Heroen verehrt. Aber es existieren historische Wurzeln. Im Heiligen Römischen Reich des Mittelalters zählte Köln nämlich neben Regensburg, Konstanz und Salzburg zu den Bauernstätten des Verbundes. Einen Schub bekam das Image des Boors insbesondere durch die berühmte Schlacht von Worringen, die Köln ein Stück weit der Macht der Erzbischöfe entzog. Städtische Interessen spielten bei diesem Konflikt zwar eine ebenso untergeordnete Rolle wie das kölnische Heer; aber dieses bestand nun einmal in der Hauptsache aus einfachen Bauern, und der für Köln glückliche Ausgang des Kampfes glorifizierte ihre Teilnahme maßgeblich.
Im Grunde bildet der Kölsche Boor den Gegenentwurf zum anderen Kölner Helden, zu Jan von Werth. Auch dieser begann in jungen Jahren als einfacher Landarbeiter. Aber während von Werth über die Soldatenlaufbahn einen gesellschaftlichen Aufstieg sondergleichen hinlegte, steht der Kölsche Boor für Bodenständigkeit und Schollenverhaftung. Und wie es in Köln nun einmal üblich ist, fanden beide Figuren Eingang in den Karneval. Seit 1823, dem Beginn des neuzeitlichen Fasteleers, bildet der Boor gemeinsam mit Prinz und Jungfrau das närrische Trifolium, nach von Werth ist eine Karnevalsgesellschaft benannt.
Hinweis:Hinter Werktags von 7 - 18 Uhr, gegenüber der Kneipe
Achtung: Der Munzee ist nur der QR Code (ohne Werbung) !
Adresse: Eigelstein (Kneipe representativ)
ÖPNV: siehe Ebertplatz
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss Band 2" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
Bitte beachtet das nicht jeder der Orte frei zugänglich ist. Der Munzee ist also nicht immer an dem tatsächlichen Ort, aber zumindest
nahe dran am Ziel ;)
Die Nummerierung der Orte entspricht der Reihenfolge im Buch. Hinzu kommt noch eine führende 2 für Band 2. Die andere Serie wird daher umgenannt in
1 (+3 stellige Nummer).
Viel Spaß beim entdecken der Orte.
ReMiKu
