2096 - Stadtpatron Marsilius
Creator: ReMiKu
Deployed: YES
Deployed On: Feb 04, 2012
Location: N/A
First to Capture: Dacapo
Last Capture: Nov 22, 2012
Number of Captures: 18
Decimal: 50.93665 6.95887
Degrees: 50° 56.199 6° 57.532
Munzeeserie: Weitere 111 Kölner Orte die man gesehen haben muss (Band 2)
(frei nach dem gleichnamigen Buch von Bernd Imgrund, erschienen im emons: Verlag)
2096 - Stadtpatron Marsilius
Vom Marsilstein zum Gürzenich
Neben Agrippina, ihrem Großvater Agrippa und den Heiligen Drei Königen gilt der Römer Marsilius als einer der Kölner Stadtpatrone.
Sein Ruhm basiert auf einer historisch nicht belegten Episode, die sich im Jahr 69 n. Chr. zugetragen haben soll. In den Wirren kurz
nach Neros Tod hatte sich der niedergermanische Befehlshaber Vi- l
tellius in Köln zum römischen Kaiser krönen lassen. Er galt als unbe- ;
herrschter, gewalttätiger Trunkenbold, vermutlich war er schwerer
Alkoholiker. Bei seiner Truppe soll er wegen dieser Eigenschaften nicht ganz unbeliebt gewesen sein. Die Kölner jedoch bevorzugten statt seiner den Hauptmann Marsilius. Und so kam es, dass Vitellius
die Stadt belagerte, bis Marsilius wegen Holzmangels kurz vor der Aufgabe stand. Aber die Kölner verfielen auf einen Trick. Während
durch ein Tor die - behelmten und uniformierten - Frauen aus der
Stadt drangen, näherten sich die Bewaffneten durch ein anderes.
So konnten sie dem Feind, der sich den Frauen zugewandt hatte, ;
in den Rücken fallen. Vitellius wurde zurückgeschlagen, Marsilius
zum Kölner Helden.
Bis etwa 1740 wurde sein Andenken vor allem am Marsilstein bei St. Aposteln wachgehalten, nach dem heute eine kleine Straße ein paar Meter weiter südlich benannt ist. Denn der Marsilstein, das war ein auf zwei Pfeiler gestützter steinerner Bogen, der angeblich Marsilius' Sarg trug. Anderthalb Jahrtausende stand er dort, aber nachdem 1566 bereits ein Teil der Ruine eingestürzt war, wurde der Rest 180 Jahre später einer Straßenregulierung geopfert. Ob es sich in Wirklichkeit eher um einen Teil der römischen Wasserleitung gehandelt hatte, ist umstritten.
Und so muss man heutzutage zum Gürzenich pilgern, um dem Marsilius zu huldigen. Eine in die Wand gearbeitete Statue an der Ostseite des alten Festhauses zeigt ihn mit Bart, Lanze und Stadtwappen. Die Inschrift besagt: »Marsilius war Heide und der sehr Stolze / Behielt Köln und sie fuhren zu Holze.«
Hinweis: Hinter Wasser S 200
Achtung: Der Munzee ist nur der QR Code (ohne Werbung) !
Adresse: Gürzenich, Martinstraße 29
ÖPNV: Ban 1, 7, 9, Bus 132, 133, jeweils Haltestelle Heumarkt
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss Band 2" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
Bitte beachtet das nicht jeder der Orte frei zugänglich ist. Der Munzee ist also nicht immer an dem tatsächlichen Ort, aber zumindest
nahe dran am Ziel ;)
Die Nummerierung der Orte entspricht der Reihenfolge im Buch. Hinzu kommt noch eine führende 2 für Band 2. Die andere Serie wird daher umgenannt in
1 (+3 stellige Nummer).
Viel Spaß beim entdecken der Orte.
ReMiKu
(frei nach dem gleichnamigen Buch von Bernd Imgrund, erschienen im emons: Verlag)
2096 - Stadtpatron Marsilius
Vom Marsilstein zum Gürzenich
Neben Agrippina, ihrem Großvater Agrippa und den Heiligen Drei Königen gilt der Römer Marsilius als einer der Kölner Stadtpatrone.
Sein Ruhm basiert auf einer historisch nicht belegten Episode, die sich im Jahr 69 n. Chr. zugetragen haben soll. In den Wirren kurz
nach Neros Tod hatte sich der niedergermanische Befehlshaber Vi- l
tellius in Köln zum römischen Kaiser krönen lassen. Er galt als unbe- ;
herrschter, gewalttätiger Trunkenbold, vermutlich war er schwerer
Alkoholiker. Bei seiner Truppe soll er wegen dieser Eigenschaften nicht ganz unbeliebt gewesen sein. Die Kölner jedoch bevorzugten statt seiner den Hauptmann Marsilius. Und so kam es, dass Vitellius
die Stadt belagerte, bis Marsilius wegen Holzmangels kurz vor der Aufgabe stand. Aber die Kölner verfielen auf einen Trick. Während
durch ein Tor die - behelmten und uniformierten - Frauen aus der
Stadt drangen, näherten sich die Bewaffneten durch ein anderes.
So konnten sie dem Feind, der sich den Frauen zugewandt hatte, ;
in den Rücken fallen. Vitellius wurde zurückgeschlagen, Marsilius
zum Kölner Helden.
Bis etwa 1740 wurde sein Andenken vor allem am Marsilstein bei St. Aposteln wachgehalten, nach dem heute eine kleine Straße ein paar Meter weiter südlich benannt ist. Denn der Marsilstein, das war ein auf zwei Pfeiler gestützter steinerner Bogen, der angeblich Marsilius' Sarg trug. Anderthalb Jahrtausende stand er dort, aber nachdem 1566 bereits ein Teil der Ruine eingestürzt war, wurde der Rest 180 Jahre später einer Straßenregulierung geopfert. Ob es sich in Wirklichkeit eher um einen Teil der römischen Wasserleitung gehandelt hatte, ist umstritten.
Und so muss man heutzutage zum Gürzenich pilgern, um dem Marsilius zu huldigen. Eine in die Wand gearbeitete Statue an der Ostseite des alten Festhauses zeigt ihn mit Bart, Lanze und Stadtwappen. Die Inschrift besagt: »Marsilius war Heide und der sehr Stolze / Behielt Köln und sie fuhren zu Holze.«
Hinweis: Hinter Wasser S 200
Achtung: Der Munzee ist nur der QR Code (ohne Werbung) !
Adresse: Gürzenich, Martinstraße 29
ÖPNV: Ban 1, 7, 9, Bus 132, 133, jeweils Haltestelle Heumarkt
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss Band 2" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
Bitte beachtet das nicht jeder der Orte frei zugänglich ist. Der Munzee ist also nicht immer an dem tatsächlichen Ort, aber zumindest
nahe dran am Ziel ;)
Die Nummerierung der Orte entspricht der Reihenfolge im Buch. Hinzu kommt noch eine führende 2 für Band 2. Die andere Serie wird daher umgenannt in
1 (+3 stellige Nummer).
Viel Spaß beim entdecken der Orte.
ReMiKu
