Zeche Rheinpreußen Schacht 1/2
Creator: Jules4
Deployed: YES
Deployed On: Jan 14, 2012
Location: N/A
First to Capture: ollithemaurer
Last Capture: Apr 15, 2013
Number of Captures: 10
Decimal: 51.44615 6.70351
Degrees: 51° 26.769 6° 42.211
Die Zeche Rheinpreußen ist die erste bergbauliche Gründung auf der linken Rheinseite. Bereits 1851 hatte Franz Haniel auf seinem Gut bei Homberg erfolgreich nach Kohle gebohrt und in den folgenden Jahren die Zeche gegründet, aber erst 1875 - Haniel erlebte es nicht mehr - konnte mit der Förderung begonnen werden. Wie auch seine beiden anderen Gründungen, Zeche Zollverein und Oberhausen, wurde Rheinpreußen als Malakowanlage mit zwei Schächten errichtet. Aber bei seiner linksrheinischen Unternehmung verfolgte Haniel ein anderes Ziel: Diesmal ging es ihm nicht um die Versorgung der Eisen- und Hüttenindustrie mit Koks, sondern allein um den Verkauf der Kohle. Rheinpreußen galt damit im Jargon des Ruhrgebiets als "reine" Zeche. Erst weit im 20. Jahrhundert spielten Energieerzeugung, Kraftstoffgewinnung und weitere Zweige der chemischen Industrie eine Rolle.
Aber bevor die günstige Lage in Rheinnähe zum Vorteil werden konnte, erwies sie sich zunächst als Hindernis. Vier Jahre war man mit dem Abteufen von Schacht 1 beschäftigt, als 1861 ein gewaltiger Schwimmsandeinbruch die Früchte der Arbeit größtenteils vernichtete. Trotzdem begannen kurz darauf, 1867, die Arbeiten für Schacht 2, der noch vor Fertigstellung des ersten in Förderung ging. Erst 1884 folgte Schacht 1. Entstanden war eine imposante Doppelturm-Malakowanlage, die ein gemauertes Viadukt mit dem Umschlagplatz am Rhein verband. Nach der Jahrhundertwende wurde Rheinpreußen weiter ausgebaut und erhielt in den folgenden Jahrzehnten mehrere Außenschachtanlagen, u.a. die Pattbergschächte in Moers, um das große Feld zu erschließen. Zahlreiche neue Bohrverfahren und Techniken wurden auf Rheinpreußen entwickelt und machten Bergbaugeschichte. Die Zeche war bis 1990 in Förderung.
Das Ensemble aus dem Malakowturm über Schacht 1, dem "gestutzten" über Schacht 2, aus Verwaltungs- und Kauengebäude (1900/1911), Werkstatt (1857/1911/1921) und der Verwaltung von 1903/04 ist noch für heutige Besucher eindrucksvoll. Der Malakowturm erhebt sich über fast quadratischem Grundriss fünf Geschosse hoch und schließt mit einem Zeltdach ab. Lisenen, Rundbogen- und Kreisfenster gliedern die Fassaden des Backsteingebäudes, das sich an der klassizistischen Bautradition orientiert. Die am Turm angegebene Jahreszahl 1879 nennt die Entstehungszeit.
Quelle: Route der Industriekultur
Aber bevor die günstige Lage in Rheinnähe zum Vorteil werden konnte, erwies sie sich zunächst als Hindernis. Vier Jahre war man mit dem Abteufen von Schacht 1 beschäftigt, als 1861 ein gewaltiger Schwimmsandeinbruch die Früchte der Arbeit größtenteils vernichtete. Trotzdem begannen kurz darauf, 1867, die Arbeiten für Schacht 2, der noch vor Fertigstellung des ersten in Förderung ging. Erst 1884 folgte Schacht 1. Entstanden war eine imposante Doppelturm-Malakowanlage, die ein gemauertes Viadukt mit dem Umschlagplatz am Rhein verband. Nach der Jahrhundertwende wurde Rheinpreußen weiter ausgebaut und erhielt in den folgenden Jahrzehnten mehrere Außenschachtanlagen, u.a. die Pattbergschächte in Moers, um das große Feld zu erschließen. Zahlreiche neue Bohrverfahren und Techniken wurden auf Rheinpreußen entwickelt und machten Bergbaugeschichte. Die Zeche war bis 1990 in Förderung.
Das Ensemble aus dem Malakowturm über Schacht 1, dem "gestutzten" über Schacht 2, aus Verwaltungs- und Kauengebäude (1900/1911), Werkstatt (1857/1911/1921) und der Verwaltung von 1903/04 ist noch für heutige Besucher eindrucksvoll. Der Malakowturm erhebt sich über fast quadratischem Grundriss fünf Geschosse hoch und schließt mit einem Zeltdach ab. Lisenen, Rundbogen- und Kreisfenster gliedern die Fassaden des Backsteingebäudes, das sich an der klassizistischen Bautradition orientiert. Die am Turm angegebene Jahreszahl 1879 nennt die Entstehungszeit.
Quelle: Route der Industriekultur
